Der Inbegriff einer Helikopter-Mama

Mir fällt es immer mehr auf, und so langsam muss ich es mir wohl doch auch eingestehen. Ich bin der Inbegriff einer Helikopter-Mama. Wie ich mich dabei fühle ? 

 

In immer mehr Situationen ertappe ich mich dabei, immer mehr Momente in denen es mir deutlich wird und immer mehr Augenblicke wo es mir bewusst wird. Ich bin eine Helikopter-Mama. Sogar der Inbegriff dessen. Ich dachte mir schon so oft, ich bin zu locker, zu unvorsichtig und zu leichtsinnig in gewissen Momenten wen es um die Sicherheit meiner Kinder geht. 

 

Doch wird mir nun immer bewusster das es eben nicht so ist. Sondern eben genau das gegenteil zutreffend ist. Ich dachte vor ein paar Wochen noch es ist ungewöhnlich die kinder für 20 min alleine zu lassen um gemütlich einen Kaffee zu trinken. Jedoch war dies auch zuhause. In ihrer gewohnten, kindersicheren und so ziemlich überwachten Umgebung. 

 

Nun wo das Wetter besser wird und die Tage länger werden. Wir nicht den ganzen Tag zuhause sind oder gar nur zum einkaufen das haus verlassen, fällt es mir immer öfter auf. 

 

ich lasse meine Kinder nie aus den Augen, bin immer "Einsatz" bereit und schaffe es kaum ab zu schalten. Immer bin ich in sorge meinen kleinen könnte etwas schlimmes geschehen. Immer rechne ich mit dem schlimmsten. Geht ein Kind ums Eck aus dem Blickfeld, heißt es für mich schnell mit dem anderen Kind hinterher. 

 

Das beste Beispiel fand vor einigen Tagen statt. Es drehte sich darum das die Kinder im Garten spielten, und die große auf die Toilette musste, und in dem Moment ertappte ich mich, ich nahm die kleine auf den Arm, ging ins Haus, machte die Terrassentür zu, setzte die kleine in das Wohnzimmer un ging mit der großen auf die Toilette. Nach nicht einmal 3 Minuten war diese auch fertig und es ging für alle wieder in den Garten. 

 

Was um Himmels willen tat ich das ? 

Warum mache ich mir die viele Arbeit ? 

Warum ließ ich die kleine nicht einfach im Garten ? 

 

ich muss dazu erwähnen das die Terrassentür direkt neben der Toilette ist. Ich hätte ohne große Umstände die Kleine draußen lassen können. Es ist alles eingezäunt, sie kann nicht heraus aus dem Garten und wäre etwas gewesen hätte ich doch nur die Türe öffnen und herausschauen / gehen müssen.  

 

Das ist nur einer von vielen Momenten. Ich erwische mich immer und immer öfter bei solchen Aktionen. 

 

Wie ich mich mit dieser Erkenntnis fühle ?

 

Ich kann es euch nicht beschreiben. ich stehe mit mir selber im Zwiespalt. Zwischen - das ist in Ordnung, ich möchte nur nicht das den Kindern etwas passiert, und - wie kann ich nur so maßlos übertreiben. Können meine Kinder sich so entfalten und ihre Kindheit genießen ? schnüre ich ihnen die Luft ab ? 

 

Wo fängt Fürsorge an und wo beginnt das dramatisieren ? 

Wo liegt die Grenze bei alle dem ? 

 

Das eine übertreiben vs. das andere übertreiben. 

 

Ich für mich merke das ich es oft mals übertreibe, mit der Fürsorge und Angst um meine Kinder. Ich mache mir wegen Kleinigkeiten Sorgen und Gedanken. Ich hinterfrage jede meiner Handlungen und spiele hunderte von Szenarien im Kopf durch was wohl passieren könnte wenn mein Kind z.B jetzt hinfällt ...

 

Doch so wollte ich doch nie werden. ich dachte immer das ich nie so eine Helikopter-Mama werden würde. Gibt es einen Weg aus der Über-Fürsorge ? und wenn ja, kann ich mich damit arrangieren ? 

 

ganz ehrlich, ich weiß es nicht ...


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