Gewalt gegenüber Kindern ...

Wenn wir den Begriff Gewalt hören, denken wir in erster Linie an körperliche Gewalt. Wir denken daran das es Eltern gibt die ihre Kinder vorsätzlich hauen, ins Gesicht, auf den Po oder den Hinterkopf. 

 

Doch ist das nicht die einzige form von Gewalt, der Begriff umfast vieles mehr, eben auch verbale-, seelische-, oder psychische Gewalt. 

 

Sicherlich immer mehr Eltern lehnen Gewalt in der Erziehung ihrer Sprösslinge ab. Doch dass auch verbale Gewalt schlimme Kerben in der kindlichen Seele hinterlassen kann, ist vielen gar nicht bewusst. Auch wir als Erwachsene, besser gesagt, gerade wir als Erwachsene sollten doch am besten wissen wie verletzend Worte sein können. Sie können das Vertrauen zu nichte machen und das Selbstwertgefühl ankratzen bis hin komplett zu nichte machen. 

 

„Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“ So steht es in unseren Gesetzen. Doch wo fangen seelische Verletzungen an?

 

Grundsätzlich kann man sagen, dass psychische Gewalt, Äußerungen und Verhaltensweisen sind, die dem Kind Angst machen, es herabsetzen und ihm das Gefühl vermitteln, wertlos zu sein, nicht geliebt zu werden. Es handelt sich also um Maßnahmen wie entwürdigende Bezeichnungen, Schweigen als Strafe, Aussperren und Erniedrigen, zum Beispiel durch verächtliche Aussagen, öffentliches Demütigen oder bestimmte Gesten. 

 

Psychische Gewalt zählt zu den häufigsten Formen von Gewalt an Kindern und wird oft sehr subtil ausgeübt. Man muss ein Kind nicht schlagen, um ihm weh zu tun. Oftmals geschieht das gar nicht bewusst. Aussagen wie „Wenn du jetzt nicht gleich hörst, dann hab ich dich nicht mehr lieb“ oder „Wie dumm kann man eigentlich sein?“ werden unüberlegt dahingesagt und hinterlassen doch ihre Spuren. 

 

Oftmals geschieht das gar nicht bewusst. Aussagen wie „Wenn du jetzt nicht gleich hörst, dann hab ich dich nicht mehr lieb“ oder „Wie dumm kann man eigentlich sein?“ werden unüberlegt dahingesagt und hinterlassen doch ihre Spuren. 

 

Wenn Eltern ihr Kind mit Schweigen bestrafen, so werden sie über kurz oder lang seinen Willen brechen. Denn ein Mensch möchte geliebt werden. Und das Kind lernt daraus, dass es nur dann geliebt wird, wenn es sich konform verhält, brav ist.

 

Sein Kind zur Strafe zu ignorieren und sämtliche Versuche desselben auf Versöhnung schweigend abzulehnen, führen dazu, dass das Kind sich nicht nur hilflos sondern auch schutzlos fühlt. Viele Kinder haben mehr Angst vor diesem Gefühl als vor körperlicher Gewalt.

 

Das Schlimme an der psychischen Gewalt ist auch, dass sie oft sehr viel später von der Umwelt wahrgenommen wird. Sie hinterlässt keine sichtbaren Zeichen, sondern untergräbt schleichend das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl. Das hat oft noch im Erwachsenenalter schlimme Folgen. Kinder, die mit Liebesentzug klar kommen mussten, haben auch später in ihren Beziehungen zu anderen Menschen häufig Probleme damit.

 

Seelische Gewalt an Kindern ist ein Thema, das erst langsam in das Bewusstsein der Öffentlichkeit dringt. Es ist schwer zu fassen und wird vom Einzelnen oft ganz unterschiedlich bewertet. Auch die häufig vorkommende Vermischung mit anderen Formen der Gewalt erschwert eine klare Abgrenzung. Die Frage, wann es sich tatsächlich um seelische Gewalt handelt, ist nicht ganz einfach zu beantworten.

 

Jedes Kind hat ein Recht auf Liebe, auch dann, wenn es Fehler macht. Man kann sein Verhalten kritisieren, sollte ihm aber immer signalisieren, dass es trotzdem geliebt und wertgeschätzt wird. Denn das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

 

 




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