Wie wir unsere Kinder sprachlich fördern können

Unsere große Maus ist schon seit sie die ersten Worte für sich entdeckte eine kleine Quasselstrippe. jedes Wort das sie gelernt hat wurde aber um aber male wiederholt. Ihr erstes Wort war "Mama" und ab da war auch alles Mama, ob es nun eine Banane, ein Ball oder ein Teddy war. Danach ging es mit Papa weiter, da war dann sogar die Mama plötzlich nicht mehr Mama sondern Papa. Ab dem Zweiten Wort ging es dann ruck zuck. Sie lernte ein Wort nach dem anderen, und bald beherrschte sie unzählige Wörter. Als sie dann noch anfing Sätze zu bilden war es um sprachlich um sie geschehen. Man sah es ihr richtig an das sie Freude am sprechen hatte. Doch neulich als ich nachts mal aufwachte fiel ich fast vom Glauben ab, meine große redet im Schlaf, zurzeit jede Nacht. Sie zählt, sagt Namen auf, singt und lacht. Einmal ging ich Nachts ins Zimmer um zu sehen ob sie nicht doch wach war, aber nein, sie schlief wirklich.  Ich finde es einfach nur Zucker süß. Das erstaunliche ist, wenn ich sie am nächsten Morgen frage ob sie den was schönes geträumt hat, versucht sie es mir zu erzählen. Hin und wieder wiederholt sie sogar das was sie im Schlaf von sich gegeben hat. 

 

Die Sprachentwicklung bei Kindern geht meist rasant voran. Sprache lernt sich in den meisten Fällen fast von selbst und Kinder spielen gerne mit neu erlernten Wörtern. wir als Eltern können ihre Kinder dabei unterstützen. Kinder sind sprachlich kleine Genies, sie erlernen innerhalb weniger zeit sich so mitzuteilen das wir sie verstehen und wissen was sie uns mitteilen wollen. Jedoch können wir die kleinen racker auch dabei helfen die Sprache und die Bedeutung der Wörter leichter zu verstehen. 

 

Neulich unterhielt ich mich mit meiner kleinen über Papas schule und danach über schuhe, und irgend wann kam sie zu mir in ihrem spielen und meinte, sie ging jetzt zur Stiefel-Schule. Nun ja das ergibt einen ganz neuen Zusammenhang in ihrer kleinen Sprachwelt zwischen Worten, Klängen und Bedeutungen. 

 

Das Beispiel zeigt: Sprechen lernen ist ein beeindruckendes Pingpong-Spiel zwischen unserem Gehirn und unserer Umwelt. Und wenn Kinder mit der gleichen Neugier und Entdeckerfreude an die Sprache herangehen wie an ihre Umwelt, dann entstehen solch originelle Wortkreationen wie im Beispiel von meiner Großen. Sie machen nicht nur Kindern, sondern auch Eltern Spaß und zeigen, wie spannend Sprache und das Lernen und Spielen mit ihr sein kann.

 

Sprache ist mehr als dein Kind äußert, also mehr als die gesprochene Sprache. Zur Sprache gehört auch das vielschichtige Regelsystem, das es sich aufgrund seiner angeborenen Lernfähigkeit nach und nach aneignet (Sprachkompetenz). Gerade bei der Anwendung der sprachlichen Regeln kommt es im Alter zwischen zwei und fünf Jahren oft zu lustigen Analogiebildungen. Lernt dein Kind beispielsweise die Regel, wie die Vergangenheitsform gebildet wird (spielen - gespielt), so wendet es sie natürlich so lange an (trinken - getrinkt), bis eine neue Regel (hinsichtlich der unregelmäßigen Verben) seine Kenntnisse vervollständigt.

 

 

Ist sprachlich alles in Ordnung ?

 

Wenn du das Gefühl hast, dein Kind kann aufgrund organischer Ursachen nicht richtig hören und/oder sprechen, solltest du gleich einen Kinderarzt oder Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen. Ein Hör- bzw. Sprachtest kann schnell Aufschluss darüber geben, ob es organische Ursachen gibt, die häufig relativ leicht behoben werden können. 

 

Stottert dein Kind, brauchst du dich nicht unbedingt zu sorgen. Häufig handelt es ich im Vorschulalter um das so genannte "Entwicklungsstottern": Das Gehirn reift schneller als das sprachliche Koordinationssystem, einfach ausgedrückt: Das Kind denkt schneller als es sprechen kann. Diese Sprechstörung verschwindet mit der Zeit von selbst. Bleiben ruhig, halte Blickkontakt, wenn dein Kind spricht und gebe Ihm Zeit und Ruhe, sich auszudrücken.

 

Wie können wir die sprachliche Entwicklung fördern ?

Motivieren, ermutigen, die Freude an der Sprache wecken - auf diesen einfachen Nenner lässt sich die beste Förderung für  Kinder bringen. Statt zu ermahnen, zu kritisieren und zu korrigieren, ist es viel hilfreicher, Kinder positiv zu bestärken. Spricht es ein Wort oder einen Satz falsch, so antworte mit der richtigen Version des Wortes oder des Satzes. So lernt das Kind, ohne sich gemaßregelt zu fühlen.

 

Ein Beispiel:

Kind: "Mama detinkt!" / Vater: "Ja richtig. Mama hat ein Glas Saft getrunken. Sie hatte Durst."

In diesem Beispiel fügt der Vater noch einen erklärenden Satz an. So hört das Kind einen weiteren wichtigen Begriff des Wortfeldes und erkennt einen kausalen Zusammenhang. Man spricht bei dieser positiven Art von Berichtigung vom "korrektiven Feedback".

 

In diesem Kontext trifft es sogar mal zu das fernsehn nicht unbedingt schädlich sein muss. Ist ein Kind gut entwickelt, wird ihm gelegentliches Fernsehen nicht schaden. Sucht die Sendungen einfach gemeinsam aus und schaut die Programme nach Möglichkeit auch gemeinsam an, damit Fragen beantwortet werden können. Man sollte sich allerdings nicht der Illusion hingeben, häufiger Fernseh-Konsum könne Entwicklungsrückstände aufholen helfen. Im Gegenteil, sprachlich verzögerte Kinder sind sicherlich beim Fernsehen schnell überfordert.


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