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Erziehung heute - wo bleiben die wichtigen Werte?

Momentan beschäftigt mich ein Thema sehr. Es lässt mich einfach nicht los. Das Thema "Erziehung". Selbst verständlich beschäftigt das Thema alle Eltern, vor allem im Familienalltag. 

 

Jedoch beschäftigt mich dieses Thema auf eine andere Art und Weiße. Nicht etwa das ich mich frage ob ich alles richtig mache oder etwas verbessern könnte. Nein, diese Fragen huschen mir auch durch den Kopf, aber das ist ein anderes Thema. 

 

Fragt man Eltern, wie sie ihre Kinder erziehen wollen, sind sich alle einig: Sie wollen das Beste für ihr Kind und sie wollen es gut erziehen. Im Familienalltag erfahren sie jedoch schnell, dass Erziehung nicht einfach ist.

 

Vor allem in den ersten Lebensjahren eines Kindes stellen sich zahlreiche Fragen. Nicht zu guter letzt auch, weil Erziehung stets im Wandel ist: Was man noch vor wenigen Jahrzehnten in der Erziehung als selbstverständlich angesehen hat, wird heute hinterfragt. Galt der Klaps auf das Fiedele in früheren Zeiten noch als legitime Erziehungsmaßnahme, „die noch niemandem geschadet hat“, lehnen ihn Eltern heute ab. Und eine gewaltfreie Erziehung ist heute rechtlich verankert.

 

Es gab Zeiten, in denen Babys selbstverständlich durchschlafen sollten, so gibt es heute die unterschiedlichsten Empfehlungen zum Schlaf des Babys: So plädieren die einen für das Familienbett und dafür, das Baby bei Bedarf zu stillen, andere empfehlen, das Kind im eigenen Bettchen im Kinderzimmer schlafen zu lassen und schnell an einen festen Rhythmus zu gewöhnen, wieder andere schwören auf das Beistellbettchen als alternative.

 

Wir haben uns in der Hinsicht bei beiden Kindern auf das Beistellbett geeinigt. So konnte ich immer nach den kleinen schauen aber musste mir keine Sorgen machen das bei uns im Bett etwas passiert oder das wenn etwas gewesen wäre ich es nicht mitbekommen hätte da die Mäuse im eigenen Zimmer gewesen wären. 

 

Nun zum eigentlichen Thema

 

Die veränderten Spielräume und Rahmenbedingungen für die Kindererziehung bringen oft Unsicherheiten für Eltern mit sich:

„Welche Freiräume braucht unser Kind?

Wann und wie müssen wir Grenzen setzen?

Wie können wir die Entwicklung unseres Kindes fördern, ohne es zu überfordern?“

 

Doch haben wir uns auch mal Gedanken darüber gemacht welche Werte wir unseren Kindern mit auf den Weg geben wollen? oder welche Werte sie im Leben brauchen und welche nicht ? 

 

Was mir immer und immer wieder auffällt, sind mangelnde Tischmanieren. Was ich irgendwo wirklich schade finde. Den es ist keine schande sich bei Tisch benehmen zu können. Zu wissen das dass Besteck von außen nach innen benutzt wird, das wenn man den Tisch selber deckt, das Besteckt und die Teller zwei Finger breit vom Rand weg gehören.

 

Was mir jedoch in dieser Thematik wichtiger ist, ist die Tatsache das beim essen sitzen geblieben wird, nicht mit dem essen gespielt wird und auch keine Spielsachen auf dem Tisch sind. Jedoch haben wir in Sachen Erziehung bei der Thematik essen, die meisten "Fortschritte" gemacht.

 

Schauen wir und nur mal den neuen Trend an, das Babys essen lernen und von der Milch entwöhnt werden in dem sie sich selber füttern = Baby-led-weaning . An und für sich eine tolle Sache, jedoch wo bleibt der Wert des Bestecks?

 

Ich habe bei meiner Großen mit der Baby-led-weaning Methode angefangen, und ich habe es bereut. Sie war erst etwas um den zweiten Geburtstag rum, es war sogar etwas später, im stande Besteck richtig zu halten und einigermaßen das Prinzip dahinter zu verstehen. Selbstverständlich, irgend wann werden sie es lernen, doch muss das wirklich erst im Kindergarten sein ? 

 

Ebenso viel mir auf das Höflichkeitsfloskeln an wert verloren haben, wie das man "Hallo" oder "Guten Tag" sagt wenn man zu jemandem zu Besuch ist oder Besuch bekommt. Das war auch ein Punkt der mir bei meiner großen von Anfang an wichtig war. Momentan schlägt sie auch etwas quer, ach du liebe "Trotzphase" jedoch hat sie begriffen das wenn wir zu Oma und Opa gehen oder sonst wo hin, das man den Leuten die Hand gibt und sie begrüßt. Stunden gar Tage lang haben wir das mir ihr geübt. 

 

Was leider auch nicht mehr selbstverständlich ist, ist das "Danke" und "Bitte". neulich sah ich beim einkaufen eine Frau, deren Kind etwas bekommen hat, darauf hin bat die Mutter das Kind doch auch "Danke" zu sagen, doch das Kind bedankte sich nicht, die Mutter sah darüber hinweg und nahm das "Fremdeln" als Vorwand da dafür. Nur kann ich in dieser Geschichte behaupten, da ich sie kenne, das dass Kind in keinster weiße Fremdelt, sondern die Mutter sah es bisher nicht als notwendig ihrem Kind dies bei zu bringen. Doch warum nicht? 

 

Was wir jedoch zusätzlich bedenken müssen, jedes Kind ist ein Individuum, mit einem eigenen (Dick)-Kopf, einem eigenen Charakter und eigenen Zielen. Nicht jedes Kind reagiert wie ein anderes auf die selbe Erziehungsmethode.  Manche Kinder haben keine schimpfe nötig, weil sie villeicht schnell begreifen was sie dürfen und was nicht und somit auch weniger anstellen, wiederum andere benötigen mal einen "Klaps" auf den Po.

 

Eure Kinder werden euch den weg weißen, sie werden euch früh genug die Signale geben welche Art von Erziehung sie benötigen. Unsere Aufgabe ist es, diese Signale zu erkennen und danach zu handeln. Warum muss Erziehung etwas damit zu tun haben das Kind anders führen zu wollen als es für sich entschieden hat. Warum nutzen wir nicht die Eigenschaften, auch wenn es villeicht die "schlechten" sind die unsere Kinder haben und bauen unsere Erziehung auf diese auf? Erziehung muss nicht ein gegeneinander von Eltern und Kindern sein, es kann auch ein Miteinander sein. 

 

Ihr lieben ich könne so nun endlos weiter machen, nur würde ich euch damit höchst wahrscheinlich nur langweilen. Was ich eigentlich sagen möchte ist, warum sollen wir unsere Kinder so erziehen wie es die Gesellschaft sagt, warum erziehen wir sie nicht nach unseren Werten und belangen. Wir als Eltern werden ja wohl am besten wissen was wir unseren Kindern mit auf den Weg geben wollen und wie wir das am besten machen. oder etwa nicht ? 

 




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