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Gefangen in der Überverantwortung

 

Ich war auch schon immer eine Person die meinte sie müsste immer für jeden da sein, anderer Probleme und Sorgen anhören und den Menschen zu helfen eine Lösung zu finden. ich bat oft auch von meiner Seite aus Hilfe an und vor allem ein offenes Ohr. Ich wollte nicht unbedingt die Welt zu einem besseren Ort machen, jedoch wollte ich anderen Menschen helfen ihr eigenes Leben besser zu finden.

 

 

Ich bin schon seit Jahren Psychologie begeistert und habe mir oft die Nächte um die Ohren geschlagen aus Wissbegier. Bis ich eines Tages dachte, warum? Warum tue ich das? Ich habe doch auch eigene Probleme. 

Doch dieses "Problem" haben viele Menschen. Sie Sorgen sich mehr um Andere als um sich selbst, und das ist auf Dauer nicht gut.  

 

Gerade Mütter machen sich immer zu Sorgen um ihre Familie und setzen sich dadurch immens unter Druck.

Frauen, die sich über verantwortlich fühlen, sorgen sich um alles und jeden. Welche Wege gibt es, um aus der Überverantwortlichkeit wieder herauszukommen?

 

Der Weg aus der Überverantwortung beginnt in erster Linie im eigenen Kopf, wenn du innerlich bereit bist deine Haltung zu verändern und dein Leben neu zu gestalten, kannst du dich auf den Weg machen.  Nimm dir als erstes nur kleine Schritte vor. Beginne damit Kleinigkeiten zu verändern. In kleinen Schritten kann es dir gelingen, ein neues verhalten zu erlangen und dir in diesem Verhalten sicherer zu werden und dadurch zu Erfolgserlebnissen zu gelangen. 

 

Wir sind nicht hier auf der Welt, um den Ansprüchen unserer Mitmenschen gerecht zu werden. Dennoch gibt es viele Menschen die immer in Sorge leben, vor allem Frauen, sie sind in ständiger Sorge um ihre Familie, um Freunde und Bekannte.

 

Sie fühlen sich für jeden verantwortlich und übernehmen für zu vieles Verantwortung. Sie haben eine Lebenshaltung der Überverantwortlichkeit und machen die Sorgen und Aufgaben anderer Menschen zu ihren eigenen. Dies kann bei betroffenen zu überflüssigem Stress, Überlastung und im schlimmsten Fall zu psychischen Erkrankungen führen.

 

Die Haltung der Überverantwortlichkeit hindert Frauen daran, sich mehr um sich selbst und weniger um die Ansprüche und Anforderungen anderer Menschen zu kümmern, die von außen an sie herangetragen werden.

 

 

"Das ist doch meine Pflicht!"

Verantwortung zu übernehmen ist eine gute Sache, doch denke daran: Deine Zeit und Deine Kraft sind ebenso begrenzt wie die der anderen Menschen in deinem Umfeld.

 

Es gibt viele Dinge zu tun, aber du kannst nicht auf alles Einfluss haben. Deshalb musst du lernen Prioritäten zu setzten: Überlege dir gut, was dir wirklich wichtig ist. Das kann z.B. der Vorsitz im Elternbeirat sein, die Pflege der kranken Eltern/Großeltern oder eigene berufliche Ziele.

 

Plane deinen Alltag ganz bewusst: "Welche Aufgaben habe ich zu erledigen und welche will ich auch wirklich übernehmen?" Planen deine freie Zeit für Ungeplantes und für deine eigene Ruhepause mit ein.

 

Vertraue nicht darauf, dass sich diese Freiräume "schon irgendwie von selbst ergeben". Es fällt nicht leicht, die Verantwortung für bestimmte Dinge abzugeben. Um psychisch und körperlich gesund zu bleiben, ist es jedoch wichtig.

 

 

"Gute Mütter machen das aber!"

So ziemlich jeder Mensch hat sich selbst ein Bild geschaffen wie er sein möchte.

Viel Überforderung entsteht durch die Lücke zwischen ihrem Idealbild und der Realität. Verdeutliche dir, was du gut kannst.

 

Sei stolz auf dich, wenn du ein schmackhaftes Mittagessen kochst oder mit deinen Kindern spielst, nachdem du den Vormittag über berufstätig warst. Denke nicht: "Das ist doch normal!". Verabschiede dich von der Vorstellung, dass dein Alltag perfekt sein muss, was auch immer "perfekt" für dich bedeutet.

 

"Ja selbstverständlich mach ich das"

 

Nimm dir einmal ein paar Minuten und geh in dich. Überlege dir, welche Aufgaben du hast und welche dir zu viel werden und du anderen überlassen möchtest. Du musst nicht alles alleine machen.

 

Wenn du einmal keine Zeit hast oder dir etwas zu viel wird dann mach das deutlich. Übernimm dich selbst nicht. 

 

Nein zu sagen muss gelernt werden. „Nein ich möchte das nicht tun.“ „Ich habe leider keine Zeit dafür, weil...“ „Das ist mir zu viel.“ 

 

Wenn dich einmal jemad fragt ob du ihm/ihr beim Umzug helfen kannst und es dir zu viel ist dan lehne höflich ab:  "Nein, ich kann nicht beim Renovieren helfen, aber ich lade Euch am Sonntag zum Mittagessen ein."

 

Ein entschlossenes "Nein", wird dir mehr helfen als ein unentschlossenes "Ja wenn es den sonst keiner macht" 

 

Lass dich auf keinen Fall auf Diskussionen darüber ein, wie du es eventuell doch organisiert bekommst, eine Aufgabe zu übernehmen. Dein Umfeld wird viele Argumente in den Raum werfen um dich in dein Altes Verhaltensmuster zurück zu bringen doch bleib hartnäckig.

 

 

„Ab morgen wird alles anders“

Wenn du dich dafür entschieden hast, die Überverantwortlichkeit abzulegen, darfst du jedoch auch nicht vergessen das eine veränderung, vorallem eine veränderung der Lebenshaltung viel Zeit in anspruch nehmen. Niemand kann sich von heute auf morgen ändern. 

 

Aus der neurobiologischen Forschung wissen wir, dass die große Unlust, ein Verhalten zu ändern, mit der Arbeitsweise unseres Gehirns zusammenhängt. In den Schaltungen unseres Gehirns haben sich über Jahre bestimmte Muster, zum Beispiel ein bestimmtes Essverhalten, einprogrammiert.

 

Ein Umprogrammieren ist möglich, kann aber nur in kleinen behutsamen Schritten geschehen. Stell dich darauf ein das du selbst viel Zeit und Geduld investieren musst um zum Ziel zu gelangen. 

 




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