Die Mini-Pubertät

Herzlich Willkommen mitten drin

Die Mini-Pubertät ist für Kinder und auch für uns Eltern eine große Herausforderung.

Sowohl emotional als auch körperlich gelangen wir hier oft an unserer Grenzen. Die Stimmung der kleinen und der Geschmack ändern sich häufiger als es und und ihnen selbst manchmal lieb ist. Vor allem die Stimmungsschwankungen unserer kleinen Würmer können höchst anstrengend sein. Im einen Moment springen sie Freude strahlend um uns herum und im anderen fliegen Spielsachen durch die Gegend oder sie weinen bitterlich. Gerade in dieser Zeit jedoch brauchen unsere Kinder uns, sie brauchen starke Eltern die ihnen den Rücken stärken und ihnen erklären was gerade mit ihnen geschieht, ihnen erklären was sie fühlen und für sie da sind. 

 

Ich habe bei meiner großen lange Zeit nicht gewusst, wie ich in solchen Momenten auf sie reagieren soll. Ich habe mir auch zu oft einreden lassen:

"Die kleine will ihre Grenzen austesten"

"gerade jetzt musst du Grenzen setzen"

"Gib ihr doch mal eine auf den Po, dann wird sie es schon verstehen das sie das nicht darf" und vieles vieles mehr...

 

Ich war zu beginn ehrlich gesagt selbst etwas mit der Situation überfordert, mein kleines süßes Mädchen wird zum Wütenden Zwerg, das war oft für mich unverständlich und ich fragte mich oft "ja was hat sie den jetzt schon wieder für einen Vogel".

 

Doch je mehr ich darüber nachdachte umso mehr konnte ich mich in sie rein fühlen. Denn ich wollte mit ihr und nicht gegen sie arbeiten. Es war eine zeit lang furchtbar und erschütternd für mich, zu sehen, was für eine schlechte Mutter-Kind Bindung wir aus meiner Sicht hatten. Denn der Papa durfte alles und Mama durfte nichts. Sie lies sich von mir nicht trösten, nicht die Zähne putzen und mal in Arm nehmen zum kuscheln war eine Traumvorstellung. 

Hier wurde mir klar, ich muss etwas ändern!

Als mir dies alles bewusst wurde und ich mir mein Verhalten ihr gegen über vor Augen hielt, wunderte mich nichts mehr. Ich habe auch hierzu schon eine Blog geschrieben gehabt. Ich fühlte mich wie eine Mecker-Mutter, und das wollte ich nie sein. Ich war dauerhaft angespannt, bin teils wegen Kleinigkeiten zur Decke raus und habe oft mals wegen Lappalien mit ihr geschimpft. ich habe angefangen mir Vorwürfe zu machen, ja, ich habe sogar angefangen mir die Schuld für ihre Wutausbrüche zu geben. Denn woher soll sie wissen, das es nicht normal ist immer wütend zu sein wenn sie es bei mir nicht anferst sieht ? Woher soll der kleine Mensch wissen das "Schreien" keine Lösung ist, wenn Mama immer laut schimpfen tut ? Woher soll sie wissen das es auch anders sein kann ? 

 

All dies kann sie nicht wissen !

Nicht ohne meine Hilfe..

Die Wände die alles veränderte

 

Ich fing an, mich in sie rein zu versetzten, ich versuchte sie zu verstehen. Ich fragte mich wenn sie Wütend wurde was sie denn haben könnte anstelle von was hat sie den jetzt schon wieder für einen Vogel. 

Ich schimpfte weniger. Ich fragte mich drei mal ob schimpfen angebracht sei oder nicht. Und siehe da, mein Kind kommt kuscheln, lässt sich von mir die Zähne putzen und schreit nicht sondern fragt normal wenn sie etwas möchte. 

Trotzphase oder Mini-Pubertät

 

Nennt es wie es euch lieb ist, doch macht nicht den selben Fehler wie ich, eurem Kind für das was es tut in diesen Momenten immer die Schuld zu geben. Ja wir müssen Konsequent sein, ja Kinder brauchen Grenzen doch alles wie immer in Maßen. In dieser Phase brauchen sie unser Verständnis, gerade hier lernen sie oft mehr als sie verstehen können. Und was sie vor allem in dieser Zeit lernen ist die Eigenverantwortung.

 

Eigenverantwortung ist wichtig

 Das soll aber nicht zu einem Frei-schein werden und bitte diskutiert nicht alles mit eurem Kind aus. Selbstverständlich sind sie noch zu klein um wirkliche Eigenverantwortung übernehmen zu können.

Es gibt definitiv Situationen, die so ernst sind, dass einfach ein „Nein“ akzeptieren muss!

Nämlich sobald sie im Begriff ist etwas Gefährliches zu tun. Das Wohl und die Gesundheit des Kindes müssen natürlich immer an erster Stelle stehen! Dass man es nämlich mit der Eigenverantwortung der Kinder auch übertreiben kann, bzw. man als oberstes Ziel natürlich das Wohl des Kindes im Auge haben sollte, zeigt das Beispiel, das ich vor Kurzem in der Tageszeitung gelesen habe: Da fuhr eine, in einen warmen Mantel und Mütze gehüllte, Mutter im Herbst mit einem sehr spärlich bekleideten Kleinkind (kurze Hose und T-Shirt) auf dem Fahrrad spazieren. Auf die Frage der zufällig vorbeikommenden Polizei meinte sie nur "Meine Tochter, wollte sich nicht wärmer anziehen und ich wollte ihr Eigenverantwortung lernen..."

 

Kuscheln und schmusen nicht vergessen

Besonders nach einem extrem anstrengenden Trotz-Tag, bei dem Sie beide sich gegenseitig ordentlich aufgerieben haben, vergesst nicht euer Kind in den Arm zu nehmen und zu kuscheln. Nehmt euch die Zeit nochmal zusammen gemütlich ein Buch anzusehen, oder vielleicht einen besonders intensiven Zusammenstoß am Abend nochmals anzusprechen. Wie gesagt, es ist auch für den kleinen Trotzkopf eine sehr anstrengende und intensive Zeit, in der Kinder jetzt ganz besonders unsere Liebe und Zuneigung brauchen. Auch wenn´s manchmal schwer fällt, seit nicht beleidigt oder gekränkt, dein Kind meint es wirklich nicht persönlich!

 

Ihr werdet schon alles richtig machen

Keiner kennt euer Kind besser als ihr selbst, ihr werdet das schon richtig machen so wie ihr es macht. Ich kann nicht mehr tun als zu erzählen wie es bei uns war, und hoffen das es euch eine Hilfe oder kleine Stärkung sein kann, aber ich werde nie sagen - Ihr müsst das so und so machen - nur weil es bei mir funktioniert hat. Jedes Kind ist anders und alle Eltern haben eine andere Bindung zu ihrem Kind und eigene Ansichten bezüglich der Handhabung mit der Mini-Pubertät, Wutausbrüchen und der Erziehung ihrer Kinder. Somit, ja, ihr werdet schon alles richtig machen. 

 

Ich bin Stolz

auf alle Mütter da draußen, und wisst ihr warum ?

Jeden Tag schafft ihr es eure Kinder zufrieden zu stellen, zu wissen was sie wollen bevor sie es selbst wissen, sie zu Lieben auch wen sie manchmal für andere gar nicht liebenswürdig erscheinen, wie bei einen Wutanfall im laden oder der gleichen. Ich bin Stolz auf euch, weil ihr es jeden Tag aufs neue schafft voll und ganz für eure Kinder da zu sein, egal wie viel ihr um die Ohren habt.




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