Was geschieht während einer Traumatisierung

Der Begriff Trauma (griech.: Wunde) lässt sich bildhaft als eine „seelische Verletzung“ verstehen, zu der es bei einer Überforderung der psychischen Schutzmechanismen durch ein traumatisierendes Erlebnis kommen kann. Ein Trauma wirkt sich jedoch nicht nur seelisch, sondern auch körperlich aus. Traumatische Ereignisse werden von den Betroffenen als unvorhersehbare intensive Bedrohung erlebt und lösen eine intensive Angst aus, die von absoluter Macht- und Hilflosigkeit begleitet ist.

 

Wenn Menschen sich in existentiell bedrohlichen Situationen erleben, aus denen sie weder fliehen noch sie bekämpfen können, kommt es zur Ausschüttung großer Mengen von Stresshormonen, die eine gravierende traumatisierende Wirkung haben.

Folgen eines Geburtstraumas

Diffuse Gefühle wie Schuld, Scham oder Wut stellen sich ein. Zunächst können die Gefühle noch gar nicht eingeordnet werden. Die eine Mutter ist wütend auf sich selbst, weil sie glaubt, versagt zu haben. Eine andere Frau ist ärgerlich auf die Geburtshelfer. Ist die Mutter auf das Neugeborene wütend, verwirrt sie das zusätzlich. Allen Frauen gemeinsam ist, dass sie das Gefühl haben, etwas Bedeutsames verloren zu haben. In den ersten Wochen nach der Geburt spüren viele Mütter, dass Sie körperlich und gedanklich nicht zur Ruhe kommen. Sie fühlen sich und ihr Kind noch immer in Gefahr.

 

Folgestörungen nach einem Geburtstrauma können sein:

 

  • posttraumatische Belastungsstörung
  • Dissoziation
  • körperliche Traumafolgen wie z.B. erhöhter Puls, Kribbeln, kalter Schweiß, Schlaflosigkeit, Muskelanspannung, überhöhte Schreckreaktion, chronische Schmerzen
  • Angststörungen
  • Depression

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