Taufe

Hallo ihr Liebe, 

 

Bald ist es so weit, Mia wird getauft, doch bis dort hin habe ich noch eine menge zu planen. Ich habe das ganz zwar schon bei der Alexandra gemacht doch dieses mal habe ich eine andere Idee. Eine Taufe im freien. Doch ob das umsetzbar ist, und wenn ja ob es auch Anerkannt ist muss ich erst noch heraus finden.

Erst mal die Frage: Warum Taufen?

Nun ja in erster Linie werden Babys getauft um in die Gemeinde aufgenommen zu werden und den Segen Gottes zu erhalten. 

 

Biblische Hintergrund der Taufe:

 

Johannes der Täufer gehörte einer Gemeinde von Juden an, die sich "Essener" nannten. Diese Gemeinde zeichnete sich durch eine mönchische Lebensweise aus und bereitete sich auf das Kommen des Messias vor. Als Vorbereitung wurde zur "Reinwaschung" eine Bußtaufe vorgenommen. Die Bibel erzählt, dass Jesus ebenfalls zu Johannes kam, um sich taufen zu lassen. Dabei erkannte Johannes in Jesus den "Größeren" und meinte, dieser müsse eher ihn taufen als umgekehrt. Jesus jedoch beharrte darauf, dass Johannes es beim ihm durchführt. Dabei sah Jesus den heiligen Geist wie eine Taube auf sich kommen. Er hörte eine Stimme: "Du bist mein lieber Sohn, an Dir habe ich mein Wohlgefallen".

In dieser biblischen Wiedergabe finden sich zwei Elemente prophetischer Berufung: eine Vision (der heilige Geist wie eine Taube) und eine Audition (die Stimme, die sprach) - Jesus wird bei dieser Taufe von Gott angenommen, gewissermaßen adoptiert.

Jesus selbst jedoch hat nie getauft. Nach der Auferstehung gab er aber den Auftrag an seine Jünger, dies zu tun (Matthäus 28, 18 - 20): "... darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: taufet sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende."

Wann soll ein Kind getauft werden?

Es gibt für den Zeitpunktes keine Vorgaben. Meist lassen Eltern ihr Kind zwischen dem 3. und 6. Lebensmonat taufen. Aber auch zu jedem späteren Zeitpunkt kann sie durchgeführt werden, im Erwachsenenalter spricht man dann von der Erwachsenentaufe. Erfahrungsgemäß gibt es im Kleinkindalter kleinere Komplikationen: Die kleinen Täuflinge zeigen oft wenig Verständnis dafür, dass sie während des Gottesdienstes an einem Platz sitzen und sich sogar mit Wasser beträufeln lassen sollen und müssen für den Taufvorgang evtl. regelrecht "eingefangen" werden. Da ist es dann oft doch besser, zu warten, bis das Kind sich altersgemäß in einer solchen Situation kooperativer verhalten kann.

Neben den Erwägungen bezüglich des Alters, gibt es auch äußere Faktoren, die den Zeitpunkt beeinflussen. Es muss ein Termin gefunden werden, an dem die Familie und die Paten zusammenkommen können. Ein anderer wesentlicher Faktor ist auch die Kapazität der Eltern. Gerade die Mütter sind nach einer Geburt oft noch eine Zeit lang erschöpft. Sie müssen sich an körperliche und persönliche Veränderungen gewöhnen und brauchen dafür Zeit. Da ist es dann schwierig, eine (meist größere) Familienfeier zu organisieren. Einfacher ist es, wenn man einen Partyservice oder eine Gaststätte für die Taufe nutzen kann.

Warum soll also nach christlicher Ansicht ein Kind getauft werden?

Durch den Taufvorgang wird aus dem Geschöpf Gottes (welches auch von ihm geliebt wird) ein Kind Gottes. In der Taufe bekennt sich Gott zu diesem Kind und will sein Begleiter sein.

Taufpaten

Wie viele Taufpaten für das Kind?

Es sollte zumindest ein Taufpate für das Kind gefunden werden, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Üblicherweise werden zwei Taufpaten von den Eltern eingesetzt.

Wer kann/soll Taufpate werden?

Bei der Auswahl der Taufpaten sollten die Eltern darauf achten, dass die ausgewählten Personen einer Kirche der "Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen" (ACK) angehören. Dazu gehören u.a. die evangelische und die römisch-katholische Kirche, die griechisch und russisch orthodoxen Kirchen, Baptisten, freie evangelische Kirchengemeinde, die englischen Kirchen,... nicht jedoch z.B. die "Zeugen Jehovas", Mormonen, ... außerdem ist die Konfirmation eine wichtige Voraussetzung für die Patenschaft.

 

Viele Eltern wählen ihre Geschwister als Taufpaten aus. Dies hat den Vorteil, dass Familienmitglieder mit dem Patenkind lebenslang familiär verbunden sind. Andererseits stehen Tanten und Onkel des Kindes ohnehin schon in einem Verwandtschaftsverhältnis zu dem Kind und das Heranziehen von Freunden als Paten bietet dem Kind vielleicht eher Anregung von außen. Generell gibt es keine Garantie, dass die Paten sich lebenslang ihrem Amt und dem Patenkind verpflichtet fühlen: Familien können sich zerstreiten, Eltern können sich trennen und Freunde können sich abwenden - es gibt viele Gründe, warum Patenkind und Paten den Kontakt zueinander verlieren können. Besprich auch solche Möglichkeiten mit den zukünftigen Paten.

 

Neben der konfessionellen Zugehörigkeit zu einer Kirche des ACK gehört auch die persönliche Eignung als Taufpate zu den Auswahlkriterien. Ein Pate übernimmt ein wichtiges Amt und verpflichtet sich bei der Taufe, verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Der ausgewählte Pate sollte willens und in der Lage sein, diese Aufgaben zu übernehmen und ihnen nachzukommen. Außerdem sollte die Beziehung zwischen Paten, Kind und den Eltern des Kindes gut und gefestigt sein.

 

Manchmal fällt es den Eltern schwer, Taufpaten für ihr Kind zu finden, die der Kirche angehören. Sollte dies bei Dir der Fall sein, wende Dich mit diesem Problem an Deine Gemeinde. Es besteht auch die Möglichkeit, jemanden innerhalb der Gemeinde zu finden (Gemeindepatenamt). Auch andere Möglichkeiten können in Betracht gezogen werden, hier kommt es auf den jeweiligen Pfarrer an, das Problem für alle zufrieden stellend zu lösen oder einen Taufaufschub zu erklären. Da die Kindertaufe nicht als heilsnotwendig erachtet wird, ist gegen letztere Möglichkeit von Seiten der Kirche nichts einzuwenden, sie gilt aber als letzte Lösung.

Die Aufgabe der Paten

Paten sollen für die christliche Erziehung des Kindes da sein und ihm bei seinem Lebensweg helfend zur Seite stehen. Sie sollten dem kleinen Patenkind Geschichten aus der Bibel erzählen und vorlesen. In diesem Rahmen können sie als Taufgeschenk dem Kind eine Kinderbibel oder eine Taufkerze schenken.

Paten sollten an den Tauftag des Kindes erinnern und an diesem Tag das Patenkind besuchen und mit ihm und seiner Familie feiern. Bei der Konfirmation sollten die Paten zugegen sein, jedoch endet das Patenamt nicht mit der Konfirmation, sondern ist eine lebenslange Verbindung.

 

Tipp: Kläre vor der Taufe, wer das Kind bei der Taufe halten soll - das Kind sollte mit der Person vertraut sein und sich auf dem Arm während der Taufe sicher fühlen. Üblich ist meist, dass ein Taufpate das Kind während der Taufe hält.

 

Oft schenken die Paten die Taufkerze für das Kind. Diese kann man übrigens auch selbst machen. Kerzen und Wachsplatten hierfür gibt es in den meisten Bastelgeschäften. 

Auf eine Taufkerze gehören: Name des Kindes, Tauftag und ein christliches Symbol.

 

Vielfach wird auch angenommen, dass Paten zugleich die Aufgabe haben, das Patenkind bei sich aufzunehmen und großzuziehen, wenn den Eltern etwas zustößt. Dieses entspringt nicht der kirchlichen Tradition und hat seinen Ursprung in der Vergangenheit. Tatsächlich übernimmt in einem solchen Fall heute zunächst das Jugendamt die Sorge für das Kind und ermittelt, wo das Kind untergebracht werden soll. Sollten die Eltern den Wunsch haben, dass in einem solchen Fall ihr Kind zu einem der Taufpaten kommt, müssen sie dies schriftlich und notariell niederlegen. So etwas sollte aber unbedingt zuvor mit den Paten besprochen werden und hat mit dem Taufvorgang in der Kirche nichts zu tun.

Aufgabe bei der Taufe

Während der Taufe können die Paten in vielen Gemeinden aktiv an der Gestaltung teilnehmen. Z. B. das Herbeibringen des Taufwassers, die Gestaltung der Taufkerze oder von Tauftüchern, ein Fürbittgebet für das Kind sprechen, Erörterung eigener Patengedanken zum Taufspruch, halten des Kindes während der Taufe ...

Aufgabe der Eltern

Die Eltern (evtl. nur ein Elternteil, wenn das andere Elternteil nicht der Kirche angehört) versprechen bei der Taufe, die christliche Erziehung ihres Kindes in die Hand zu nehmen. Was mit der Taufe begonnen wird, soll weitergeführt werden.

Was muss ich tun um mein Kind taufen zu lassen?

Zunächst wendet man sich an den Pastor der eigenen Gemeinde bzw. der Gemeinde, in der das Kind getauft werden soll. Dort wird meist ein Gesprächstermin vereinbart und ein Vorgespräch mit den Eltern findet statt. Für dieses Vorgespräch sollen möglichst beide Eltern anwesend sein, auch die Anwesenheit der Taufpaten währe schön, ist jedoch nicht unbedingt erforderlich.

 

 

Dokumente: Die Eltern sollten - falls vorhanden - das Stammbuch vorlegen. Bei der Geburt des Kindes erhalten alle Eltern eine Geburtsurkunde, auf der "für religiöse Zwecke" steht, diese wird für die Taufe benötigt. Sind die Paten nicht aus der Gemeinde, in der getauft wird, werden von den Paten noch "Patenscheine" benötigt, die sie in ihrer Heimat-Kirchengemeinde erhalten.

Taufsprüche

Für die Taufe Deines Kindes wählt Ihr einen Taufspruch, der in die Taufurkunde Eures Kindes eingetragen wird. Sprüche zur Taufe sollten daher immer mit Bedacht ausgesucht werden. Was ist Euch für Euer Kind und sein Leben wichtig? Später wird die Taufurkunde bei der Konfirmation bzw. Kommunion und bei einer kirchlichen Trauung wieder benötigt.

 

Hier eine kleine Sammlung von Taufsprüchen zum runterladen 

Checkliste zur Taufe

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