Oma macht das Kind nervös

"Es tanzt ein Bibabutzemann ..." - Dein Baby lacht und hat Spaß, denn Oma macht schon seit zwei Stunden Animation.

Du hast in der Zwischenzeit endlich die Wäsche gebügelt und nun wird es Zeit für Babys Schläfchen - aber Oma ist nicht zu bremsen.

Zwei Mal hast Du sie schon aufgefordert, das Baby zum Stillen abzugeben aber sie singt und tanzt noch immer mit ihm durch den Raum und spricht in nervig hohen Tönen alberne Sätze. 

Du könntest ausflippen denn Du weißt, dass Dein Baby nun aus seinem Rhythmus ist und nach so viel Aufregung mindestens zwei Tage braucht um wieder "normal" zu werden.

 

Kommt Dir das bekannt vor?

Tröste Dich, das geht vielen Müttern so. 

Und es wird sich vermutlich auch nicht ändern.

In einem Jahr wird die liebe Oma vermutlich all Deine Erziehungs-Prinzipien in Frage stellen, Deinem Kind Gummibärchen direkt vor dem Mittagessen geben und auch sonst keine Gelegenheit auslassen, sich beim Kind beliebt und bei Dir unbeliebt zu machen. 

Trostlose Aussichten? Nein, vielmehr eine Chance für Dein Kind!

 

Kinder lernen sehr schnell, dass überall verschiedene Regeln gelten und passen sich entsprechend an.

Diese Fähigkeit wird deinem Kind später helfen, sich in Gruppen einzufügen.

Es lernt verschiedene Wege kennen und kann - wenn es älter ist - Entscheidungen treffen.

Neue Impulse durch verschiedene Behandlungen lassen Dein Kind also reifen.

Es wird erkennen, dass es zu Regeln auch Ausnahmen und Alternativen geben kann.

"Bei Oma ist es anders, aber hier gelten unsere Regeln" - das kannst Du Deinem Kind zukünftig vermitteln.

Mit diesem Prinzip wirst Du später auch weniger Diskussionen haben, wenn Dein Kind behauptet, dass angeblich "alle anderen Kinder bis Mitternacht aufbleiben dürfen".

Aber was macht man nun mit dem aufgedrehten Baby nach Omas Tanzstunde?

Wie bringt man es nun wieder zur Ruhe? 

 

Das Geheimnis besteht darin, sich nicht über die Oma zu ärgern, sondern selbst ganz entspannt zu sein.

Dein Kind würde sonst Deine Anspannung spüren und noch schwerer wieder ins Lot kommen.

Lass also die Schultern fallen, atme ruhig ein und aus, denke daran wie albern die Oma gerade ausgesehen hat und lächle. 

Lass den Rhythmus einfach mal Rhythmus sein und nimm es für den Rest des Tages wie es kommt.

Generell solltest Du für die Zeit nach Omas Besuch keine Termine oder Aktivitäten planen, dann gerätst Du nicht durch Termine in Stress.




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